Aller Anfang ist jetzt

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// Erste Schritte auf dem „veganen“ Weg

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Wer heute auf vegane Ernährung umsteigen will betritt kein Neuland mehr. Es gibt bereits unzählige Blogs, Koch- und Ernährungsseiten im Netz, die Unterstützung in Hülle und Fülle bieten. Informieren muss man sich aber natürlich immer noch selbst. Und allein damit ist die Umstellung nicht getan. In den folgenden Zeilen möchte ich meine eigene persönliche Erfahrung teilen und ein paar Tipps geben, wie der Umstieg gelingt.

Ich selbst habe den „veganen Pfad“ betreten, als ich von einem längeren Auslandsaufenthalt wieder zurück nach Deutschland gekommen bin. Ich hatte schon gegen Ende der Reise größtenteils auf tierische Nahrungsmittel verzichtet und hatte außerdem einen gleichgesinnten Reisegefährten bei mir. Wahrscheinlich befindest du dich zur Zeit nicht auf einer so praktischen Rückreise, aber dennoch gilt: Der beste Moment für Veränderung ist in der Regel jetzt. Falls das gerade nicht in deinen Kram passt, nimm deinen Kalender in die Hand und such dir ein paar Tage heraus, die für dich am Besten passen. Wie lange du tatsächlich brauchst hängt ganz von dir ab. Ich würde dir empfehlen vorerst 2 bis 4 Wochen einzuplanen. Falls du jemanden in deinem Umfeld kennst, der ebenfalls Interesse daran hat, versuche doch einfach sie oder ihn zu motivieren, mit dir mit zu machen. Der gegenseitige Ansporn ist Gold wert.

Für deinen Einkauf und fürs Kochen solltest du dir etwas mehr Zeit nehmen. Die meisten rein pflanzlichen Produkte im Supermarkt sind nicht ausdrücklich als vegan gekennzeichnet, also heißt es im Zweifelsfall immer: Zutatenliste checken. Außerdem ist es hilfreich schon vor dem Einkauf ein paar leckere abwechslungsreiche Rezepte ausfindig zu machen. Davon gibt es im Internet genug oder du legst dir gleich ein entsprechendes Kochbuch zu. Beim Kochen selbst ändert sich nicht viel. Genau wie bei  anderen Gerichten gibt es einfache und aufwendige Rezepte. Wenn du dich ein bisschen umschaust, wirst du viele tolle Gerichte und Nahrungsmittel entdecken, die dir vorher nie aufgefallen sind und damit auch eine ganz neue Vielfalt.

In den ersten zwei Wochen war ich sehr auf die Nährstoffe fixiert. Ich habe mich nicht nur informiert, mit welchen pflanzlichen Nahrungsmitteln bestimmte Nährstoffe gedeckt werden, sondern habe auch täglich meine Ernährung „getrackt“. Ich habe dafür die Web Applikation cronometer genutzt. Sie bietet sehr umfassende Möglichkeiten, ist recht einfach zu bedienen und die wichtigsten Funktionen sind meines Wissens kostenfrei. Durch die tägliche Übersicht über meinen Nahrungszufuhr habe ich ein gutes Gespür für die neue Ernährungsweise bekommen und gelernt, was in den Lebensmitteln eigentlich alles drin steckt. Andererseits war ich aber auch dazu geneigt, viel zu akribisch darauf zu achten, jeden Tag alle einzelnen Nährstoffe zu 100% zu füllen. Das ist auf Dauer zu zeitaufwändig und nicht zwingend gesund, da auf die angegebenen Werte natürlich nicht völlig verlass ist. Außerdem ist dein Körper ja vorher vermutlich auch nicht so exakt mit den verschiedenen Nährstoffen gefüttert worden. Lass dich nicht von der Angst vor irgendwelchen Mangelerscheinungen verrückt machen. Mit einer abwechslungsreichen veganen Ernährung wirst du mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt, die du brauchst. Einzig der Vitamin B12-Bedarf kann auf  Dauer nur unzureichend gedeckt werden und sollte daher durch Nahrungsergänzungsmittel oder anderweitig aufgenommen werden.

Zu Beginn meiner Umstellung habe ich mir auch ab und zu kleine Ausnahmen gestattet, wenn mich irgendetwas unwiderstehlich angelächelt hat. Jedoch nur  selten und in Maßen. Ob du ebenfalls ab und zu ein Auge zudrückst oder lieber gleich ganz verzichtest ist dir überlassen. Du kennst dich selbst am besten und solltest wissen, welche Herangehensweise dir besser liegt. Für mich hat es so die Anfangszeit etwas leichter gemacht. Mittlerweile habe ich nicht mehr das Gefühl irgendetwas zu vermissen und kenne die vielen abwechslungsreichen Alternativen die in der Regel mindestens genauso gut schmecken.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich deine Verdauung mit der Ernährungsumstellung ebenfalls verändert und vielleicht etwas verrückt spielt. Höre auf dein Bauchgefühl und achte darauf welche Nahrungsmittel dir bekommen und welche nicht. Ich selbst hatte damit glücklicherweise kaum Probleme. Nach wenigen Wochen hatte sich bei mir ein neues, vitales und leichtes Körpergefühl eingestellt, das ich nur jedem Wünschen kann.

Falls du jetzt nachträglich noch einen guten Vorsatz für 2016 fassen möchtest, aller Anfang ist jetzt! 😉 Hier kannst du mit dem Vegan-Kickstart-Programm von PETA ZWEI direkt los legen!

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